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Antike Fresken (1973 - 88)

Günter Brus

Günter Brus

Ti­tel des Albums: Panisches Liederbuch
Ti­tel: Antike Fresken (Track 07)
Her­aus­ge­ber: Die Taubnessel 1/Das Hohe Gebrechen, Germany
Da­tum: 1988
Me­di­um: re­cord 30 cm
Cover: G. Brus
Performer: P. Fürmetz, M. Hölzel, A. Meifert, F. Meifert.

 

Günter Brus´ Arbeit Antike Fresken ist auf dem Album Panisches Liederbuch. Dichtung und Musik. Günter Brus zum 50. Geburtstag überreicht vom 1. Deutschen Trivialeum im Jahr 1988 erschienen. Die Zusamenstellung von Brus´ Gedichten aus den Jahren 1973 bis 1988 wurde von Arnulf und Franziska Meifert entwickelt und enthält 37 Arbeiten. 

Die Gedichte sind kurze, poetische Schlaglichter, viele der Stücke des Albums sind unter einer Minute lang. Fast alle Vorträge sind mit Musik, Rhythmus oder musikalischen Geräuschen unterlegt, die zwischen Jazz und abstrakten Klängen, Synthesizer und Feldaufnahmen breit variieren. Antike Fresken ist mit einem Fahrstuhlmusik-artigen Jazz-Arrangement unterlegt, das die anfängliche Belanglosigkeit des Gedichtthemas aufnimmt. Die Musik für sämtliche Stücke des Albums ist von Arnulf und Franziska Meifert, Manfred Hölzel sowie Peter Fürmetz in Regensburg eingespielt und aufgenommen worden. 

Brus war besonders seit den 1980ern neben seiner zeichnerischen Tätigkeit auch schriftstellerisch aktiv. Er veröffentlichte Romane und Schriften, Zeitschriftenbeiträge und Kolumnen, in seinen Bild-Dichtungen hob er dabei die Grenzen zwischen Literatur und bildender Kunst immer wieder auf. Auch in seinen frühen, aktionistischen Jahren begleitete Brus seine Tätigkeiten mit Poesie und Schriftstellerei. Genau wie in der bildenden Kunst ging er dabei grenzübergreifend vor und mischte Poesie und Prosa, Alltagsnotizen und Tagebuchaufzeichnungen nebeneinander auf dem Papier. 

Der Großteil der Gedichte war vor der Veröffentlichung des Albums bereits in Schriftform erschienen und wurden 1988 in eine auditive Form gebracht.

PS